Schwere Verbrennungen durch einen Akku einer E-Zigarette

 

Unter dieser Rubrik berichte ich unter ausdrücklicher Zustimmung und Ermächtigung meiner Mandantin von aktuellen interessanten Fällen in meiner Kanzlei. Bei diesem Fall handelt es sich um Ansprüche aus einem Kaufvertrag und dem Produkthaftungsgesetz (PHG) wegen schwerer Verbrennungen durch einen mangelhaften sich selbstentzündenden Akku einer E-Zigarette, dem nachstehender kurz zusammengefasster Sachverhalt wie folgt zugrunde liegt:

 

 

Meine Mandantin hat für die Verwendung einer E- Zigarette Lithium-Ionen-Akkus gekauft. Aufgrund der bei diesen Akkus dem Verkäufer bekannten Explosion -und Feuergefahr bestand eine aus dem Kaufvertrag bestehende Nebenverpflichtung derart, meiner Mandantin eine entsprechende Anleitung/Warnung zur sachgemäßen Verwendung und Aufbewahrung dieses Kaufgegenstands zu erteilen. Eine derartige Anleitung und Aufklärung noch vor dem Kaufvertragsabschluss war umso mehr verpflichtend, da diesen Lithium-Ionen-Akkus bei falscher Verwendung/Anwendung Eigenschaften wie Explosionsgefahr und Selbstentzündung immanent waren und dadurch die körperliche Gesundheit und Integrität meiner Mandantin massiv gefährden könnten. Eine derartige verpflichtende Anleitung und Aufklärung ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt. Lediglich auf der Rechnung, sohin erst nach abgeschlossenem Verkauf, war nachstehender Aufdruck vermerkt:

 

„Achten Sie bei LI-Ion-Akkus auf die richtige Verwendung, Überlastung bzw. falsche Anwendung kann zur Explosion des Akkus und Gesundheitsschäden verursachen.“

 

 

Eine derartiger lediglich auf der Rechnung, noch dazu vollkommen untauglicher, befindlicher Vermerk auf mögliche Gesundheitsschäden wegen bestehender Explosionsgefahr dieser Lithium-Ionen-Akkus stellt nicht die von der Judikatur geforderte Anleitung und Aufklärung bei derart gesundheitsgefährdenden Verkaufsgütern dar. Laut ständiger Rechtsprechung ist einem Käufer die entsprechende Anleitung/Warnpflicht zu erteilen, wenn die sachgemäße Verwendung des Kaufgegenstands bestimmte Eigenschaften, wie gegenständlich die Gefahren der Explosion und Selbstentzündung, aufweisen.

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Behandlungsfehler in der Schwangerschaft durch falsche Pränataldiagnostik

Behandlungsfehler während der Schwangerschaft/Pränataldiagnostik

 

Unter dieser Rubrik berichte ich unter ausdrücklicher Zustimmung und Ermächtigung meiner Mandanten von aktuellen interessanten Fällen in meiner Kanzlei. Bei diesem Fall handelt es sich um einen ärztlichen Behandlungsfehler  dem nachstehender kurz zusammengefasster Sachverhalt wie folgt zugrunde lag:

 

Infolge eines Diagnosefehlers bei einem vorgenommenen Organscreening in der 21. Schwangerschaftswoche wurde ein schwerer Herzfehler des Kindes meiner Mandanten nicht erkannt. Bei richtiger Interpretation der Ultraschallbilder hätte den Kindeseltern mittgeteilt werden müssen, dass Auffälligkeiten/Unstimmigkeiten vorliegen und der notwendige Vier-Kammer-Blick des Kinderherzens nicht darstellbar ist sowie weitere Untersuchungen veranlassen oder die Kindesmutter an eine Spezialklinik für Pränataldiagnostik verweisen müssen. Gegenständlich konnten diagnoserelevante Strukturen nicht dargestellt werden/waren nicht einsehbar, sodass entweder eine Wiederbestellung oder Überweisung an eine Spezialambulanz für Pränataldiagnostik medizinisch indiziert gewesen wäre. Infolge Unterlassung dieser medizinisch indizierten Vorgangsweise und der unrichtigen Diagnose wurde ein schwer behindertes  Kind geboren.

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Behandlungsfehler und Organisationsverschulden in der Arztpraxis

Herzinfarkt/Notfallmanagement in der Arztpraxis Behandlungsfehler und Organisationsverschulden

 

 

Unter dieser Rubrik berichte ich unter ausdrücklicher Zustimmung und Ermächtigung meiner Mandanten von aktuellen interessanten Fällen in meiner Kanzlei. Bei diesem Fall handelt es sich um einen ärztlichen Behandlungsfehler in einer Krankenanstalt, dem nachstehender kurz zusammengefasster Sachverhalt wie folgt zugrunde lag:

 

Der Gatte/Vater meiner Mandanten hat bei einem Kardiologen in dessen Ordination ohne Vornahme eines obligatorisch verpflichtenden Kontroll-EKG, ohne mündlicher und schriftlicher Patientenaufklärung, ohne Überprüfung des Vorliegens der klinischen Voraussetzungen und ohne Dokumentation darüber eine Belastungsuntersuchung in Form einer Fahrradergometrie vorgenommen und erlitt dadurch infolge Unterlassung einer kontinuierlichen Beobachtung während dieser Belastungsuntersuchung – wodurch das Vorliegen von absoluten Abbruchkriterien nicht bemerkt wurde – nach Beendigung am WC in der Ordination einen Kreislaufkollaps mit Herzkreislaufstillstand.

 

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Verbrennung am Operationstisch durch Hochfrequenzchirurgie

Unter dieser Rubrik berichte ich unter ausdrücklicher Zustimmung und Ermächtigung meiner Mandanten von aktuellen interessanten Fällen in meiner Kanzlei. Bei diesem Fall handelt es sich um einen ärztlichen Behandlungsfehler in einer Krankenanstalt, dem nachstehender kurz zusammengefasster Sachverhalt wie folgt zugrunde lag:

„Mein Mandant wurde in einer österreichischen Krankenanstalt  unter Verwendung von Hochfrequenz-Chirurgiegeräten operiert. Die Operation selbst war erfolgreich. Bei der Anwendung von Hochfrequenz-Chirurgiegeräten wie bei meinem Mandanten ist eine lege artis vorgenommene Operationslagerung derart vorzunehmen, wonach jeder gewollte oder zufällige Kontakt des Patienten mit geerdeten Metallteilen zu vermeiden ist. Diese Gefahr/Risiko bei der Verwendung von Hochfrequenz-Chirurgiegeräten hat sich bei meinem Mandanten bei der Operation verwirklicht und erlitt dieser großflächige Verbrennungen II. Grades im Rückenbereich.“

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